USA – alles andere als Reiseziel Nr. 1, insbesondere für unsere
Generation. Schaut euch unsere Fotos an, wir denken, viele von euch
werden ihre Meinung ändern.
Auch wir reisten mit gemischten Gefühlen in die USA. Ich (Tinä) kenne diesen Teil ja bereits ein wenig, vor 14 Jahren reisten wir mit der Familie durch den Westen der USA und vor 16 Jahren durch den Westen Canadas (…ich werde wohl langsam alt
). Die Nationalpärke hatte ich in bester Erinnerung und doch ist da diese Antipathie, die zu einer Hemmschwelle wird.
Die Einreise lief zu unserem Erstaunen wesentlich schneller und einfacher als in Australien und Neuseeland, nur auf das Gepäck mussten wir ewig warten. Eigentlich hätten wir direkt nach der Landung unsere Vermietstation anrufen sollen, damit wir Rambo – unseren klobigen fahrbaren Untersatz (Dodge RAM) für die nächsten 80 Tage, noch abholen können (sonst hätten wir 2 Tage warten müssen) – doch telefonieren war leider nicht erlaubt. Wir wurden etwas kribblig. Irgendwann kamen wir dann doch noch raus und telefonierten mit Nancy, die uns mitteilte, dass sie uns in etwa einer halben Stunde abholen wird. Aus einer halben Stunde wurden 2.5 Stunden und wir noch etwas kribbeliger
. Schlussendlich kamen wir dann doch noch zur Vermietstation und
übernahmen Rambo, der mit 420‘336km auf dem Buckel seine beiden
Vorgänger Mery (Neuseeland) mit 337‘300km und Godi (Australien) mit
268‘750 noch überbietet. Und wir dachten schon beim Aussie Godi, dass
dies nicht möglich ist
.
Die ersten drei Nächte übernachteten wir gratis auf dem Parkplatz der Vermietstation. Am Sonntag, 6. Mai erkundeten wir Los Angeles mit dem öV, der hier erstaunlicherweise echt billig ist (6 Dollar pro Person, inkl. fast aller Busse, Metros). Wir besichtigten, wie alle Touris, den Walk of Fame, die Hand- und Fussabdrücke im Zement vor dem Graumann’s Chinese Theater, das Kodak Theater (dort werden die Oscars verliehen), die City Hall, die Walt Disney Concert Hall und den ältesten Stadtteil „El Pueblo“, wo gerade ein mexikanisches Fest im Gange war. Anschliessend fuhren wir mit dem Bus zum Venice Beach, wo wir mit seeeehr vielen anderen Leuten der Promenade entlang flanierten und die vielen Kunst-, Essensstände, Souvenirläden, Basketballplätze, Skatepark, Paddle Tennisplätze, Muscle Beach und den langen Sandstrand begutachteten und vor allem die Leute beobachteten. An unserem zweiten Tag fuhren wir zu den Universal Studios. Wir hatten Glück, da Montag und Nebensaison war, hatte es nicht viele Leute und wir konnten ohne langes Anstehen zu jeder Show und auf jede Bahn gehen, die uns interessierte. Insbesondere die 1-stündige Fahrt durch die Studios und diverse Filmsets inklusive diverser „Specials“ war einfach genial. Absolute Highlights waren auch „Transformers The Ride 360“, „The Simpsons Ride“ und die riesen Donuts mit rosa Zuckerguss, die wir uns im „Kwik-E-Mart“ kauften (unser Abendessen für die nächsten 2 Tage).
Nach einer Rundfahrt über den „Mulholland Drive“ sowie den „Sunset Boulevard“, die durch Bel Air, Ventura Valley, Santa Monica und Beverly Hills führen, hatten wir genug Villen gesehen und verliessen Los Angeles (und den süsslichen Fast Food Geruch, der hier überall in der Luft liegt) auf einem 12 spurigen Highway Richtung Osten. Die Nacht verbrachten wir in Banning, bevor am nächsten Morgen zuerst bis nach Palm Springs fuhren, wo wir endlich ein neues Objektiv für die Spiegelreflexkamera sowie USB-Sticks für die Sicherung der Fotos kaufen konnten. Dann endlich war es Zeit für den ersten Nationalpark –„ Joshua Tree“. Wir wurden sehr freundlich empfangen und über die Sehenswürdigkeiten im Park informiert. So machten wir bei rund 40 Grad noch zwei kurze Wanderungen und besichtigten diverse Ocotillo- und Chollakakteen, Felsformationen (oder für Kurt K. vielleicht „Steihüfe“:-)) und natürlich Joshua Trees. Die Nacht verbrachten wir auf einem wunderschönen Campingplatz zwischen Kakteen und Felsen und genossen einen traumhaften Sonnenuntergang. Auch am 10. Mai wanderten wir noch einmal an diversen Orten durch diese wunderschönen Landschaften und fuhren dann weiter ins knapp 300 Meilen entfernte „Death Valley“, ein kurzes Stück davon führte über die legendäre Route 66. Bei unserer Ankunft um ca. 16:00 zeigte das Thermometer noch 44 Grad an. Obwohl man sich bei dieser Temperatur am liebsten gar nicht mehr bewegen würde, hielten wir beim Zabriskie Point an, der eine Aussicht bietet, die fast so gut auf dem Mond sein könnte, bevor wir den tiefsten Punkt Nordamerikas besichtigten – Badwater, 86 Meter unter dem Meeresspiegel. Wir spazierten einige Schritte über diesen Salzsee, der erstaunlicherweise doch einige Wasserpfützen hat, bevor wir dann zurück, vorbei am „Devil’s Golf Course“, zu unserem Campingplatz für diese Nacht fuhren. Wir schliefen bei offenen Türen (glücklicherweise ohne Moskitos), damit wir bei dieser Wärme wenigstens etwas Durchzug hatten, mit Blick auf einen wunderschönen Sternenhimmel ein… Es ist kaum zu glauben, aber ja, Dänu konnte auch im Death Valley nicht aufs Joggen verzichten. Ich muss jedoch sagen, dass die Temperaturen kurz vor Sonnenaufgang mit ca. 28 Grad wirklich noch angenehm waren, zwei Tage später in Bridgeport joggte er zur selben Zeit bei 8 Grad. Im Death Valley machten wir noch ein paar Abstecher und waren immer wieder erstaunt, wie viel Wasser und Leben in dieser Wüste vorhanden ist. Kurz bevor wir das „Tal des Todes“ verlassen konnten, mussten wir unfreiwillig eine längere Pause einlegen, da kurz vor uns ein Wagen überhitzt und ausgebrannt ist. Glücklicherweise (für uns) auf Passhöhe bei angenehmen Temperaturen. Bei der Weiterfahrt Richtung „Yosemite Nationalpark“ entschieden wir uns, eine Nacht unterwegs im kleinen Western Städtchen Lone Pine zu verbringen und den Nachmittag nach einer weiteren kurzen Wanderung im Pool zu geniessen sowie eine Nacht in Bridgeport, von wo wir am nächsten Morgen das Geisterstädtchen „Bodie“ besichtigten. Aufgrund der Geschichten über die gute Qualität und die Menge an Gold, die in Bodie vorhanden sei, zog es um 1877 viele Leute in dieses Städtchen. 1879 lebten 8‘500 Menschen in dieser Stadt, die damals aus mehr als 2‘000 Häusern sowie aus 60 Saloons und „Vergnügungshäusern“ bestand. Bereits 1886 lebten nur noch 1‘500 Menschen in Bodie, 1932 zerstörte ein Feuer 90% der Häuser und in den 40er Jahren wurde Bodie zu einer Geisterstadt. Die Besichtigung war sehr spannend, da viele Häuser inklusive Mobiliar und Vorräten stehen gelassen worden sind.
Auf dem Weg in den Yosemite Nationalpark erkundeten wir uns im Visitor Center über die Sehenswürdigkeiten und erhielten mit Abstand die beste Auskunft ever. Der Herr informierte uns ausführlich über alle Wanderungen, welche seiner Meinung nach überhaupt und bis wo lohnenswert sind, wo alternative Aussichtspunkte mit weniger Touristen sind, über die Strassen, etc. Bereits kurze Zeit später standen wir im Schnee und sahen gefrorene Seen (zur Erinnerung, vor 2 Tagen im Death Valley hatten wir 44 Grad Celsius)!!! Wir genossen die beiden Tage im Yosemite Nationalpark, wanderten viel und bestaunten die riesigen Sequoias (Mammutbäume). Trotzdem waren wir vom Joshua Tree und Death Valley mehr beeindruckt; Berge, Seen und Wälder haben wir ja zu Hause auch – einfach (zumindest meistens) ohne Bären – und der Yosemite war leider sehr überlaufen, wir mussten sogar die Campingplätze im Voraus reservieren.
Unsere Erlebnisse in San Francisco folgen im nächsten Blog.
Liebe Grüsse aus dem sonnigen Californien
Dänu und Tinä
Auch wir reisten mit gemischten Gefühlen in die USA. Ich (Tinä) kenne diesen Teil ja bereits ein wenig, vor 14 Jahren reisten wir mit der Familie durch den Westen der USA und vor 16 Jahren durch den Westen Canadas (…ich werde wohl langsam alt
Die Einreise lief zu unserem Erstaunen wesentlich schneller und einfacher als in Australien und Neuseeland, nur auf das Gepäck mussten wir ewig warten. Eigentlich hätten wir direkt nach der Landung unsere Vermietstation anrufen sollen, damit wir Rambo – unseren klobigen fahrbaren Untersatz (Dodge RAM) für die nächsten 80 Tage, noch abholen können (sonst hätten wir 2 Tage warten müssen) – doch telefonieren war leider nicht erlaubt. Wir wurden etwas kribblig. Irgendwann kamen wir dann doch noch raus und telefonierten mit Nancy, die uns mitteilte, dass sie uns in etwa einer halben Stunde abholen wird. Aus einer halben Stunde wurden 2.5 Stunden und wir noch etwas kribbeliger
Die ersten drei Nächte übernachteten wir gratis auf dem Parkplatz der Vermietstation. Am Sonntag, 6. Mai erkundeten wir Los Angeles mit dem öV, der hier erstaunlicherweise echt billig ist (6 Dollar pro Person, inkl. fast aller Busse, Metros). Wir besichtigten, wie alle Touris, den Walk of Fame, die Hand- und Fussabdrücke im Zement vor dem Graumann’s Chinese Theater, das Kodak Theater (dort werden die Oscars verliehen), die City Hall, die Walt Disney Concert Hall und den ältesten Stadtteil „El Pueblo“, wo gerade ein mexikanisches Fest im Gange war. Anschliessend fuhren wir mit dem Bus zum Venice Beach, wo wir mit seeeehr vielen anderen Leuten der Promenade entlang flanierten und die vielen Kunst-, Essensstände, Souvenirläden, Basketballplätze, Skatepark, Paddle Tennisplätze, Muscle Beach und den langen Sandstrand begutachteten und vor allem die Leute beobachteten. An unserem zweiten Tag fuhren wir zu den Universal Studios. Wir hatten Glück, da Montag und Nebensaison war, hatte es nicht viele Leute und wir konnten ohne langes Anstehen zu jeder Show und auf jede Bahn gehen, die uns interessierte. Insbesondere die 1-stündige Fahrt durch die Studios und diverse Filmsets inklusive diverser „Specials“ war einfach genial. Absolute Highlights waren auch „Transformers The Ride 360“, „The Simpsons Ride“ und die riesen Donuts mit rosa Zuckerguss, die wir uns im „Kwik-E-Mart“ kauften (unser Abendessen für die nächsten 2 Tage).
Nach einer Rundfahrt über den „Mulholland Drive“ sowie den „Sunset Boulevard“, die durch Bel Air, Ventura Valley, Santa Monica und Beverly Hills führen, hatten wir genug Villen gesehen und verliessen Los Angeles (und den süsslichen Fast Food Geruch, der hier überall in der Luft liegt) auf einem 12 spurigen Highway Richtung Osten. Die Nacht verbrachten wir in Banning, bevor am nächsten Morgen zuerst bis nach Palm Springs fuhren, wo wir endlich ein neues Objektiv für die Spiegelreflexkamera sowie USB-Sticks für die Sicherung der Fotos kaufen konnten. Dann endlich war es Zeit für den ersten Nationalpark –„ Joshua Tree“. Wir wurden sehr freundlich empfangen und über die Sehenswürdigkeiten im Park informiert. So machten wir bei rund 40 Grad noch zwei kurze Wanderungen und besichtigten diverse Ocotillo- und Chollakakteen, Felsformationen (oder für Kurt K. vielleicht „Steihüfe“:-)) und natürlich Joshua Trees. Die Nacht verbrachten wir auf einem wunderschönen Campingplatz zwischen Kakteen und Felsen und genossen einen traumhaften Sonnenuntergang. Auch am 10. Mai wanderten wir noch einmal an diversen Orten durch diese wunderschönen Landschaften und fuhren dann weiter ins knapp 300 Meilen entfernte „Death Valley“, ein kurzes Stück davon führte über die legendäre Route 66. Bei unserer Ankunft um ca. 16:00 zeigte das Thermometer noch 44 Grad an. Obwohl man sich bei dieser Temperatur am liebsten gar nicht mehr bewegen würde, hielten wir beim Zabriskie Point an, der eine Aussicht bietet, die fast so gut auf dem Mond sein könnte, bevor wir den tiefsten Punkt Nordamerikas besichtigten – Badwater, 86 Meter unter dem Meeresspiegel. Wir spazierten einige Schritte über diesen Salzsee, der erstaunlicherweise doch einige Wasserpfützen hat, bevor wir dann zurück, vorbei am „Devil’s Golf Course“, zu unserem Campingplatz für diese Nacht fuhren. Wir schliefen bei offenen Türen (glücklicherweise ohne Moskitos), damit wir bei dieser Wärme wenigstens etwas Durchzug hatten, mit Blick auf einen wunderschönen Sternenhimmel ein… Es ist kaum zu glauben, aber ja, Dänu konnte auch im Death Valley nicht aufs Joggen verzichten. Ich muss jedoch sagen, dass die Temperaturen kurz vor Sonnenaufgang mit ca. 28 Grad wirklich noch angenehm waren, zwei Tage später in Bridgeport joggte er zur selben Zeit bei 8 Grad. Im Death Valley machten wir noch ein paar Abstecher und waren immer wieder erstaunt, wie viel Wasser und Leben in dieser Wüste vorhanden ist. Kurz bevor wir das „Tal des Todes“ verlassen konnten, mussten wir unfreiwillig eine längere Pause einlegen, da kurz vor uns ein Wagen überhitzt und ausgebrannt ist. Glücklicherweise (für uns) auf Passhöhe bei angenehmen Temperaturen. Bei der Weiterfahrt Richtung „Yosemite Nationalpark“ entschieden wir uns, eine Nacht unterwegs im kleinen Western Städtchen Lone Pine zu verbringen und den Nachmittag nach einer weiteren kurzen Wanderung im Pool zu geniessen sowie eine Nacht in Bridgeport, von wo wir am nächsten Morgen das Geisterstädtchen „Bodie“ besichtigten. Aufgrund der Geschichten über die gute Qualität und die Menge an Gold, die in Bodie vorhanden sei, zog es um 1877 viele Leute in dieses Städtchen. 1879 lebten 8‘500 Menschen in dieser Stadt, die damals aus mehr als 2‘000 Häusern sowie aus 60 Saloons und „Vergnügungshäusern“ bestand. Bereits 1886 lebten nur noch 1‘500 Menschen in Bodie, 1932 zerstörte ein Feuer 90% der Häuser und in den 40er Jahren wurde Bodie zu einer Geisterstadt. Die Besichtigung war sehr spannend, da viele Häuser inklusive Mobiliar und Vorräten stehen gelassen worden sind.
Auf dem Weg in den Yosemite Nationalpark erkundeten wir uns im Visitor Center über die Sehenswürdigkeiten und erhielten mit Abstand die beste Auskunft ever. Der Herr informierte uns ausführlich über alle Wanderungen, welche seiner Meinung nach überhaupt und bis wo lohnenswert sind, wo alternative Aussichtspunkte mit weniger Touristen sind, über die Strassen, etc. Bereits kurze Zeit später standen wir im Schnee und sahen gefrorene Seen (zur Erinnerung, vor 2 Tagen im Death Valley hatten wir 44 Grad Celsius)!!! Wir genossen die beiden Tage im Yosemite Nationalpark, wanderten viel und bestaunten die riesigen Sequoias (Mammutbäume). Trotzdem waren wir vom Joshua Tree und Death Valley mehr beeindruckt; Berge, Seen und Wälder haben wir ja zu Hause auch – einfach (zumindest meistens) ohne Bären – und der Yosemite war leider sehr überlaufen, wir mussten sogar die Campingplätze im Voraus reservieren.
Unsere Erlebnisse in San Francisco folgen im nächsten Blog.
Liebe Grüsse aus dem sonnigen Californien
Dänu und Tinä














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