Donnerstag, 12. Januar 2012

Südvietnam (Phu Quoc, Can Tho, Ho Chi Minh Stadt, Mui Ne, Nha Trang)

Xin Chào

Die Fahrt an die vietnamesische Grenze ging über holprige Strassen und das in einem vollen engen Minibus, das Gepäck im Innern verteilt. Die Grenzformalitäten zogen sich ins unerträglich lange, da die Beamten lieber miteinander redeten und als sie endlich zu arbeiten begannen, kamen Vietnamesen mit Säcken voller Pässe, die natürlich zuerst gestempelt wurden. Schmerzlich haben wir Laos vermisst, wo wir ohne etwas sofort den (Gratis-) Stempel bekamen. Dann ging‘s mit der Fähre auf die Insel Phu Quoc, einer der wenigen Orte in Vietnam, wo man die Sonne über dem Meer untergehen sieht. Verspätet, wie fast immer und quasi gewohnt aus Kambodscha, kamen wir dort an und wurden freundlicherweise bis zum Hotel gefahren. Wir hatten, auf Grund voller Hotels oder keiner Antworten auf e-Mails von Hotels am Strand, eines im Hauptort reserviert. Wir gingen nur noch zum Nachtessen (natürlich Seafood) raus. Die nächsten 2 Tage liessen wir uns von der Sonne verwöhnen und am zweiten Abend gingen wir zu einem Night Squid fishing and BBQ. Wir fischten weder Squid (und zwar kein einziger Tourist!) noch gab es ein BBQ, das einzige was ein bisschen als dieses durchgehen könnte, waren die paar gegrillten Squids, die das Bootspersonal vorher gekauft hatte. Der Rest war Nudeln mit Kraut und Reissuppe. Die Seeigel, welche sie noch zubereitet haben, musste man kaufen, falls man den welche gewollt hätte. Hat aber niemand. Zum Glück hatten anscheinend alle anderen Touristen keine Lust auf Essen und so konnten wir wenigstens unseren Riesenhunger mit Nudel stillen.

Am 5.1. verliessen wir Phu Quoc per Schnellboot nach Rach Gia. Während der Fahrt konnten wir uns die Zeit mit Avatar gucken vertreiben, es wurde sogar in Englisch gesprochen nur war der Ton zu leise. In Rach Gia wurden wir in einen Minibus (leider schon wieder) verladen und über unzählige Brücken, nach Can Tho ins Mekong Delta gefahren. Wir hatten schnell ein gutes und günstiges Hotel gefunden und fanden beim herumschlendern eine Bootsfrau die uns eine Morgenbootsfahrt zum Cai Rang Floating Market anbot. Nach einer Anzahlung von 5$ und einem Visitenkärtchen als Beleg, verliessen wir die Uferpromenade und gönnten uns einen sehr leckeren Eiskaffee, wo es sogar noch ein Glas Eistee dazu gab und beobachteten das Strassengeschehen. Das Nachtessen nahmen wir in einem Local-Restaurant zu uns. Die Speisekarte verlockte mich (Dänu) Schlange zu bestellen. Man wusste dass sie frisch war, denn das Terrarium befand sich im Lokal. Sagen wir‘s so, es war besser als die Insekten, aber nur wenig… Den Markt, den sie vor unserem Nachtessen aufgebaut haben, konnten wir dann leider nicht wirklich geniessen. Es schien als würden alle Vietnamesen ihre Einkäufe per Motorrad machen und es gab mehr von diesen als Fussgänger. Am nächsten Tag kam uns die Bootsfrau pünktlich um 5:30 beim Hotel abholen und wir tuckerten anschliessend gemütlich zum schwimmenden Markt von Cai Rang. Dort wurde fast alles auf den verschiedensten Booten angeboten und wir beobachteten das rege Geschehen. Es gab Blumen, verschiedenste Früchte und Gemüse, Getränkeboote (nahmen einen Kaffee) und Pho-Boote (Nudel-, Reissuppen). Ich bestellte mir eine Pho und es stellte sich als Reissuppe mit Innereien heraus. Sie war definitiv besser als sie aussah. Für Martina war es kein Problem noch ein bisschen aufs Frühstück zu warten . Beim zurückfahren hat uns die Bootsfrau allerhand Zeug aus Kokospalmenblätter gebastelt (Ohrenklips, Fingerring, Armband und verschiedenes Dekozeug). Zurück in Can Tho schaffen wir es noch gerade auf den 10:00 Uhr Bus nach Ho Chi Minh City, auch ein Sandwich für unterwegs – mit undefinierbaren Fleischstücken (Ratte? Hund? Oder doch Schwein?) – liess sich noch besorgen. Nach 4h Fahrt kamen wir am Busbahnhof an. Leider war der ziemlich weit weg vom Zentrum. Dies wussten natürlich auch die Taxi- und Mopedfahrer welche bereits zahlreich vor der verschlossenen Bustür warteten. Wir liessen uns überhaupt nicht stressen und kümmerten uns zuerst um das Gepäck, sie liefen uns ja nicht davon. Im Zentrum fanden wir unser Hotel (welches wir gebucht hatten, da wir wussten, das Mischu, Bettina und Gian auch dort sein werden) in einer kleinen, ruhigen Seitengasse. Den Nachmittag verbrachten wir mit Flugbuchung machen (Ha Noi-Kuala Lumpur), Tour für Cu Chi Tunnels buchen, Open Tour Busticket bis nach Nha Trang lösen, Kriegsrelikte Museum (Vietnamkrieg) anschauen und Nachtessen. Das erste Mal durften/mussten wir eine richtig mit Motorrädern volle, vietnamesische Strasse überqueren. Muss man gemacht haben! Am Abend trafen wir dann noch Mischu und Bettina welche mit ihrem Kollegen Gian durch Vietnam reisten. War lustig, sie nochmals zu sehen und es gab viel zu erzählen seit Vientiane, wo wir uns das letzte Mal sahen. Um 01:15 (nach 19.5h wach und umherreisen) fielen wir müde ins Bett. Für den 7.1. haben wir eine halbtages Tour zum Tunnelsystem von Cu Chi gebucht. Diese total 250km unterirdische Tunnels wurden von den Vietcong und den Dorfbewohnern während des Vietnamkrieges gebaut. Ein kleiner Teil ist für Touristen zugänglich und zu einem Rundgang ausgebaut. Es war sehr interessant zu sehen wie die Leute gelebt und gekämpft haben. Ein sehr leidensfähiges Volk, denn ich hielt es nur 5min in einem (für Touristen ausgebauten) Tunnel aus und das in Friedenszeiten und die Leute haben zum Teil monatelang, ohne einmal Tageslicht zu sehen, dort unten gelebt. Geschmacklos wurde es, wo man verschiedene Kriegswaffen (z.B. AK47, M1, M41) ausprobieren durfte (natürlich gegen Geld), was sich tatsächlich etliche Touristen nicht entgehen liessen. Zurück in Ho Chi Minh City besichtigten wir noch ein bisschen die 10mio Metropole und liessen die 5mio Motorbikes, die es hier gibt, um die Ohren sausen. Kein Wunder gibt es landesweit 30 Verkehrstote pro Tag! Auf einem Markt im Zentrum, welches noch heute Sai Gon heisst, wagten wir uns das erste Mal an eine Durian (diese Frucht hat uns nun schon in ganz Südostasien verfolgt) und dies war auch das letzte Mal. Manche Leute lieben ihren Duft so sehr, dass sie eine unter ihrem Bett haben und uns bekam dessen Geschmack überhaupt nicht. Den zweiten und letzten Abend in HCMC liessen wir mit einem Eiskaffee in einem Strassencafé ausklingen. Am nächsten Tag ging’s dann weiter nach Mui Ne. Dieses kleine Fischerdorf ist in den letzten Jahren zu einem Mekka für Kitesurfer (und Russen) ausgebaut worden. Nach 5h Busfahrt, ca. 200 Fotos welche unser Vordermann gemacht hat und 4.5h Geplapper von der Sitznachbarin kamen wir bei unserm Hotel in Mui Ne an. Mit kreolisch würde man hier mehr verstehen als mit vietnamesisch, denn alles ist auch in Russisch angeschrieben. Am zweiten Tag in Mui Ne haben wir dann noch die roten und weissen Sanddünen besichtigt. Fast aus dem nichts ragen diese aus der Landschaft empor. Die Ruhe und Schönheit wurde leider von den vielen Quads, die es zu mieten gab, getrübt.

Bis jetzt hat uns Vietnam positiv überrascht. Die Leute sind freundlich und sie akzeptieren ein nein meist schon beim ersten Mal, dies war in Thailand und Kambodscha überhaupt nicht der Fall. Auch sind alle pünktlich (zumindest recht pünktlich) und man kann sich auf gesagtes verlassen. Aber dies werde sich anscheinend gegen Norden noch ändern. Was negativ ausfällt ist die Kontrolle durch die Regierung. Facebook und andere Seiten sind gesperrt und in den Bussen werden Passagierlisten mit Namen und Nationalität ausgefüllt.

Die lieb gewonnene vietnamesische Pünktlichkeit war dann aber in Mui Ne im Sand versunken. Als wir am 10.1. um 13:00 auf den Bus warteten, ahnten wir noch nichts davon. 45min später begann sich die Unpünktlichkeit auch in Vietnam zu zeigen. Etwas nervös fragten wir bei der Busgesellschaft nach, „alles in Ordnung, es müssen nur sehr viele Leute aufgeladen werden, der Bus komme gleich“, hat man uns gesagt. Als dann nochmals 45min vorüber waren, verabschiedete sich meine (Dänu) Geduld, und dass bereits ein ziemlich voller und ähnlicher Bus wie bei der Hinfahrt an uns vorbei gerauscht ist, machte die Situation nicht besser. Nach nochmaligem anrufen hiess es, es komme ein anderer Bus, er sei in 10min bei uns. Ich fand mich damit ab das wir wahrscheinlich noch eine Nacht in Mui Ne bleiben werden. Dann ging’s ganz schnell, Bus stoppt, unser Gepäck wird in den Bauch des Busses geschleudert, wir reingehetzt und schon rollte der Bus davon. Es war ein Sleeper Bus und das am Nachmittag. Keine Ahnung woher sie den hatten, aber wir waren auch nicht die einzigen, die anderen sahen aus als ob sie schon lange drin wären. Für grössere Leute, wie nicht-Vietnamesen, war der Platz recht eng bemessen. Man hatte die Füsse beim Vordermann unter dem Sitz in einer Plastikschalung welche es nicht ermöglichte, die Füsse aufrecht zu lagern. Man musste sie seitlich haben, was natürlich ein bisschen anstrengend ist wenn man auf dem Rücken liegt resp. auf dem Hintern sitzt. Nach 6h und nach Einbruch der Dunkelheit sind wir in Nha Trang angekommen. Um 20:00 (30min nach Ankunft) hatten wir dann aber schon das Zimmer bezogen, das Busticket für die Weiterfahrt, Tauchausflug für morgen und eine ausführliche Beschreibung vom Hotel erhalten wo man was für wieviel essen kann und was es in Nha Trang so zu machen gab. Die Hotelmitarbeiter waren überaus freundlich und es gab sogar eine Fruchtschale im Zimmer, das für 13$ und ziemlich zentral gelegen, Top! Gemütlich und sorgenfrei konnten wir ein weiteres Seafood essen geniessen. Der nächste Tag war dann der erste verregnete Tag, seit wir unterwegs waren und uns wurde bewusst, wie einfach das bis jetzt war, nie mussten wir gross Rücksicht auf’s Wetter nehmen, immer konnten wir einfach machen was wir wollten. Hätte ich (Dänu) am Morgen nicht die 2 gebuchten Tauchgänge gemacht (natürlich war die Sicht schlecht, aber wenigstens konnte ich für wenig Geld wiedermal tauchen), wir wären den ganzen Tag drinnen geblieben. Nachtessen gingen wir doch noch und mussten durchs Wasser waten, um zum gewünschten Seafood Restaurant zu kommen. Wir assen wieder sehr lecker in einem Local Restaurant, auf kleinen Plastikstühlen sitzend speisten wir Blutmuscheln, Frosch, Wasserspinat, Russischen Salat und dazu ein lokales Larue Bier. Heute haben wir uns, da die Wetterprognosen nicht besser waren, für ein Schlamm- und Mineralbad entschieden. Freudig stürzten wir uns ins warme, braun-grüne Schlammbad, entspannten uns anschliessend im heissen Mineralbad und lauschten dem Regen und 4 russischen Touristen, die sich lautstark darüber beschwerten, in einem 4er Pool zu baden (was wahrscheinlich daran lag, dass bei so viel Masse, wie sie mit sich herumschleppten, kein Wasser mehr dazwischen Platz gehabt hätte), da schon fast alle 2er Pools besetzt waren, die arme vietnamesische Reiseleiterin brach sogar in Tränen aus. Den Nachmittag verbrachten wir mit essen, lesen, Blog schreiben und warteten auf den Nachtbus, welcher uns um halb 7 abholen und nach Hoi An fahren soll.

Tam Biêt (Auf Wiedersehen)
Martina & Dänu






 



























Samstag, 7. Januar 2012

Kambodscha

Am 24. Dezember verliessen wir die Insel Don Det (Laos) in Richtung Siem Reap (Kambodscha). Nach 3 maligem Ticketumtausch konnten wir dann mit etwas Verspätung in einen Bus Richtung Grenze einsteigen. An der Grenze musste pro Stempel 1-2 Dollar bezahlt werden, dafür wurde uns beim Gesundheits-Check auch gleich mitgeteilt, dass wir ankreuzen sollen, dass wir gesund sind (was wir ja eigentlich nicht waren – ehrlich wären wir aber wohl auch sonst nicht gewesen). Der Herr bei der Passkontrolle überreichte meinen Pass ohne Kontrolle an Dänu, als dann jedoch sein Pass kam, kontrollierte er das Foto und wollte ihm den Pass fast nicht geben, da er ihm nicht glaubte, dass es sich um seinen Pass handelt… Anschliessend ging die Fahrt in einem neuen Bus weiter. Leider war unsere Nudelsuppe unterwegs wohl die schlechteste auf der ganzen bisherigen Reise und weit entfernt von den üblichen Festessen an Heiligabend. Dafür wurden wir in Siem Reap überrascht und bereits von einem Fahrer unseres Hotels erwartet (nicht schlecht, wenn man bedenkt, dass wir für unser Zimmer 6 Dollar pro Nacht bezahlten).

Den 25. Dezember verbrachten wir im Hotel mit planen der weiteren Reise und mit der Besichtigung von Siem Reap. Diese Stadt zog uns allerdings ganz und gar nicht in ihren Bann. Sie wurde vermutlich einfach auf die Bedürfnisse der Touris abgestimmt und hat mit Kambodscha nichts oder zumindest nicht viel zu tun. Am nächsten Tag ging’s dann mit dem Moped-Taxi und einem Guide (Chantha Thun :-) ) Richtung Tempel-Anlagen. Wir besichtigten „Bayon“, „Ta Prohm“ und natürlich „Angkor Wat“. Speziell ist, dass die meisten Tempel Religionswechsel zwischen Hinduismus und Buddhismus mitgemacht und überlebt haben. Die Tempel wurden dann jeweils etwas umgestaltet. Am Abend assen wir ein „chhnag phnom pleung“ (bedeutet Vulkantopf und ist fast wie Tartarenhut) à discretion für 4 Dollar.

Am 27. Dezember fuhren wir mit dem Schiff (auf dem Dach des Bootes) über den Tonle Sap (2‘500 km2 in der Trockenzeit bis 10‘000 km2 in der Monsunzeit) weiter nach Phnom Penh. Am nächsten Morgen – nachdem Dänu endlich wieder einmal eine Nudelsuppe zum Frühstück essen konnte – machten wir uns auf den Weg zum Völkermordmuseum Toul Sleng. Diese ehemalige High School wurde zwischen 1975 und 1979 als Gefängnis der Roten Khmer genutzt und darin wurden je nach Schätzung zwischen 13‘000 und 20‘000 Menschen, insbesondere Ärzte, Lehrer, Militärpersonal, Verwaltungsangestellte und andere Verdächtige verhört, gefoltert und brutal ermordet. Auch Kinder und Babys wurden nicht verschont und gnadenlos abgeschlachtet, im wahrsten Sinne des Wortes (auf einem Bild sah es nach Tontaubenschiessen mit Kleinkindern aus…). Die Blutflecken, die in diversen Räumen noch zu sehen sind, der Stacheldraht vor den Häusern (der die Inhaftierten an einem Selbstmord hindern sollte), die Folterinstrumente, die winzigen Zellen, viele Fotos, Gemälde von einem der 7 Überlebenden und ein Dokumentarfilm über eine Liebesgeschichte (beide wurden schlussendlich ermordet) führen zu einem sehr bedrückenden Erlebnis. Anschliessend war es Zeit für etwas Aufheiterung und wir gingen weiter zu verschiedenen Märkten und Sehenswürdigkeiten und besuchten schlussendlich das Geschäft „Friends’n’Stuff“ sowie das Restaurant „Friends“. An beiden Orten werden ehemalige Strassenkinder ausgebildet. Wir kauften uns einige Sachen und schlugen uns die Bäuche mit sehr feinem Essen voll – ist ja für einen guten Zweck :-) .

Am nächsten Tag ging’s mit dem Bus weiter nach Sihanoukville – zum ersten Mal ans Meer. Wir fanden ein günstiges Zimmer im Zentrum, wollten uns aber anschliessend in der Nähe des Strandes für eine Unterkunft umsehen. Daher mieteten wir zwei Fahrräder, die uns beiden allerdings viel zu klein waren und daher die Fahrt (bei ca. 30 Grad am Schatten) sehr anstrengend machten… Wir radelten von Guesthouse zu Guesthouse, doch niemand wollte eine Reservation für den folgenden Tag annehmen. Völlig verschwitzt hielten wir dann bei einem Swiss & Khmer Restaurant an und assen etwas. Ich entschied mich für ein Cordon bleu (das erste grosse Stück Fleisch seit Beginn der Reise), Dänu blieb nach wie vor bei der einheimischen Küche. Nach einem kurzen Besuch am Strand fuhren wir zurück in die Stadt. Wir überlegten uns, wie es weitergehen soll, denn eigentlich hatten wir keine Lust, in Sihanoukville zu bleiben. Der Besitzer des Swiss & Khmer Restaurants hatte uns erzählt, dass dieses Jahr zum ersten Mal alles ausgebucht sei, da es ein riesiges Festival geben soll und viele Khmer nach Sihanoukville reisen werden. Also wollten wir am 31. weiter nach Kampot fahren. Wir suchten ein Tour Office und wollten Bustickets kaufen. Die sympathische Verkäuferin teilte uns mit, dass sie uns empfiehlt, erst am 2. Januar weiterzureisen, da in diesem Jahr zum ersten Mal der 1. und 2. Januar als Feiertag gilt, viele Khmer ans Meer reisen und vermutlich auch Kampot ausgebucht sei. Zudem riet sie uns, unser Hotelzimmer sofort bis zum 2. Januar zu bezahlen, da die meisten Hotels über Silvester ihre Preise um ein x-Faches erhöhen. Wir buchten also die Bustickets für den 2. Januar, nun aber direkt nach Phu Quoc (Vietnam) und bezahlten unser Hotelzimmer umgehend. Wir hatten Glück und bezahlten tatsächlich auch weiterhin „nur“ 9 Dollar pro Nacht. Den Abend verbrachten wir mit Bier, Margaritas und Kartenspiel in der Bar des Hotels. Ein Einheimischer schaute uns eine Weile beim Spielen zu und ich fragte ihn, ob er mitspielen möchte. Er freute sich riesig und setzte sich zu uns. Wir mussten uns mit Händen und Füssen verständigen, da er vermutlich kein Englisch versteht und zudem Stumm ist. Er verstand die Regeln dennoch relativ schnell und gewann schlussendlich sogar ein paarmal. Nach 2 Stunden spielen mussten wir ihm dann einmal klar machen, dass wir jetzt ins Bett gehen möchten :-) .

Am 30. Dezember mieteten wir uns einen Roller für die nächsten drei Tage und frühstückten anschliessend in der Starfish Bakery, in der behinderte Frauen arbeiten und nebenan ebenfalls ein Geschäft mit diversen selbsthergestellten Artikeln betreiben. Mit dem Erlös werden Familien, Schulungs- und Trinkwasserprojekte unterstützt. Wir schlugen natürlich bei all den feinen Sachen mächtig zu. Den Rest des Tages und auch die beiden darauf folgenden verbrachten wir am Strand. Von Tag zu Tag wurde es allerdings etwas voller und überall wurden Zelte, Tische und Liegestühle aufgestellt. Als wir am 31. am Abend zum „Party-Strand“ gingen, war am ganzen Strand und auch in allen Restaurants ein Liegestuhl am anderen, alles prall gefüllt mit Khmer, die dort den Tag und die Nacht verbrachten. Wir fanden das alles andere als gemütlich und waren für einmal froh, als wir einen Teil des Strandes fanden, der voll mit Touristen war, die wussten, dass man mit Feuerwerkskörpern vorsichtig umgehen muss. Doch auch dort waren noch einige Khmer, die ihre „Feuerballspucker“ anzündeten und teilweise damit auf andere Leute zielten oder sich planlos im Kreis drehten. Auch der Service machte sich das Abräumen der Tische einfach und schmiss die Bierflaschen ins Meer, wo die Menschen dann wohl am nächsten Tag wieder badeten. Allgemein liessen die Einheimischen allen Abfall einfach am Boden liegen. Und auch wenn wir uns jeden Tag eher die einsameren Strände suchten, waren diese von Tag zu Tag mehr zugemüllt.

Wir waren nicht traurig, dass wir Sihanoukville am 2. Januar Richtung Vietnam verlassen konnten.

Bis dann und liebe Grüssse
Dänu & Martina

Angkor Wat, Siem Reap

Bayon, Angkor Thom, Siem Reap

Ta Prohm (Drehort Tomb Rider), Siem Reap

Geisterhaus mit Weihnachtsbeleuchtung, Siem Reap
 


Moped-Taxi, Siem Reap

BBQ

Auf dem Weg nach Phnom Penh

Baum im Tonle Sap


Toul Sleng

Toul Sleng
 

Kaffeeröster, Phnom Penh

Das erste Mal am Meer auf dieser Reise, Sihanoukville

 


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Silvesterfrühstück!

Silvester, Sihanoukville