Montag, 16. April 2012

Südinsel Neuseeland Teil 2

Liebe Mamis: kurz bevor wir Teil 1 von Neuseeland aufgeschaltet haben, sind wir wieder einmal aus einem fliegenden Objekt – dieses Mal aus einem Flugzeug – gesprungen und haben es mehr als überlebt! Es war einfach – wunderwunderschön!!!!!

Am 7. April sind wir bei schönstem Wetter im gemütlichen Touristendorf Queenstown angekommen. Auf unserem Weg zum Infocenter entdeckten wir ein Plakat mit Werbung für den „Arm Run“ am folgenden Tag. Diejenigen, die Dänu kennen, können sich sicher vorstellen, wie sich all seine Gesichtsmuskeln zu einem strahlen über das ganze Gesicht anspannten und er nur noch einen Gedanken im Kopf hatte… :-) So erkundigte er sich im Infocenter als erstes nach dem Lauf (Anmeldung online oder vor Ort) und erst dann nach unserem eigentlichen Plan, dem Fallschirmspringen, ein verspätetes resp. verfrühtes gegenseitiges Geburtstagsgeschenk. Wie ihr wisst, geht bei uns nichts langsam – 15 Minuten später hatten wir das Formular ausgefüllt und hörten uns die wichtigsten Vorabinfos an. Dann ging’s mit einem Bus auf das Gelände, wo wir uns die verbleibende Zeit mit Kaffee trinken und Facebook vertrieben. Dieses Mal konnten wir den Flug bis auf 12‘000 Fuss mit der herrlichen Aussicht auf die Remarkables und den Lake Wakatipu in vollen Zügen geniessen und der Sprung aus dem Flugzeug war definitiv einfacher als der erste aus dem Helikopter (lag aber auch daran, dass wir dieses Mal nicht selber abspringen mussten / durften). Das fliegen war herrlich und viel zu schnell vorbei…. Den Rest des Tages verbrachten wir mit lädele und Teigwaren essen :-) .

Vor dem 10km Arm Run gab es ausnahmsweise nur Honigschnitte (ist sonst das Dessert nach den Teigwaren am Morgen früh) und trotz – oder aufgrund? – dieser ungewohnten Ernährung und des kleinen Trainingsaufwandes, lief Dänu mit einer sensationellen Zeit von 35:47 auf Rang 5!!! Bei uns ist jeder kleine Dorflauf besser organisiert als dieser, die Strecke wurde nirgends abgesperrt, mit minimalem Aufwand markiert und ausser mir hat sich wohl auch niemand gross für das Geschehen interessiert. Duschen wurden keine zur Verfügung gestellt, daher nahm Dänu ein Bad im Lake Wakatipu. Um die verlorenen Kalorien sofort wieder anzu(fr)essen, ging’s anschliessend ins Fregburger (merci für den Tipp: Mischu & Bettina!), wo wir die besten Cheeseburger genossen, die wir je hatten. Die restliche Zeit bis zur Rangverkündigung, an der Dänu ein paar Asics-Socken und Brooks-Handschuhe abräumte, vertrieben wir uns noch einmal mit lädele. Bevor wir weiterfuhren, kauften wir uns noch die erste Cremeschnitte auf der bisherigen Reise, erstaunlicherweise eine der besten, die wir je hatten und fuhren weiter in das hübsche Goldgräberstädtchen Arrowtown, das wir kurz besichtigten. Am späteren Nachmittag trafen wir dann im schönen Wanaka ein, das leider aufgrund einer Flugshow ziemlich überfüllt und grösstenteils ausgebucht war. Daher entschieden wir uns, noch weiter Richtung Fox Glacier zu fahren und unterwegs irgendwo zu übernachten. Am 9. April starteten wir bei relativ düsterem Wetter und trafen in Fox Glacier bei schönstem Wetter ein. Die Touren auf dem Gletscher waren jedoch leider – oder zum Glück, wie sich später herausstellte – für diesen und den folgenden Tag komplett ausgebucht. Daher machten wir selber zwei Wanderungen in der Nähe des Gletschers. Das Wetter änderte sich langsam und als wir wieder zu Mery zurückkehrten, regnete es bereits. Den Nachmittag und frühen Abend verbrachten wir im Kafi, im Camper und im Aufenthaltsraum des Campingplatzes. Am Abend trauten wir uns dann doch noch einmal raus und suchten im Dunkeln den nahegelegenen Glow Worms Walk auf und sahen tatsächlich unzählige Glühwürmer im Regenwald. Ein wunderschönes Erlebnis!

Leider wurde das Wetter nicht besser und so fuhren wir am nächsten Tag anstatt der geplanten 25km bis zum Franz Josef Gletscher und nach diversen Planänderungen, schlussendlich 341km. Unterwegs besuchten wir in Regenjacken und mit Regenschirm die eindrücklichen Pancake Rocks (sehen wirklich aus wie Stein-Pfannkuchen) und die Blowholes und machten einen Abstecher zum Foulwind Cape, wo wir die ersten Robben (denke dabei immer an Ursina) beobachten konnten.
Auch am 11. April wollte sich die Sonne noch nicht zeigen und so entschieden wir uns, anstatt weiter Richtung Abel Tasman NP, bereits heute nach Kaikoura zu fahren, was sowieso noch auf unserem Programm stand. In der „Wairau River Winery“ legten wir einen Degustations-, Mittagess- und Weineinkaufstopp ein. Damit wir nicht umsonst nach Kaikoura fahren, checkten wir die Wettervorhersage und buchten die Whale Watching Tour online. Bei starkem Wind mit nur einem Seal-Beobachtungs-Zwischenhalt im Regen fuhren wir weiter bis Kaikoura, wo es auch noch bis am nächsten Morgen weiterregnete. Gegen 9 Uhr am Donnerstag wurde das Wetter allmählich besser. Am Vormittag konnten wir auf der Kaikoura Peninsula erneut unzählige Pelzrobben aus nächster Nähe beobachten. Dann ging’s los. Dänu und ich warfen uns sicherheitshalber eine Reisekrankheitstablette ein, da vor dem hohen Wellengang gewarnt wurde. In rasanter Fahrt flogen wir über die Wellen. Was bei uns ein kribbeln im Bauch auslöste, bedeutete für andere Magenentleerung und dies, bevor wir den ersten Wal sahen. Insgesamt hatten wir die Möglichkeit 5 Pottwale, viele Albatrosse (grösster Meeresvogel) und dutzende übermütige Delfine zu beobachten. Pottwale erreichen eine Länge von 18 Metern, gleich lang wie das Schiff, auf dem wir waren. Die Riesenkalamare, die den Pottwalen zur Nahrung dienen, werden bis zu 22 Meter lang und nicht immer geht der Kampf zu Gunsten des Wales aus. Die Geschichte über den wohl bekanntesten Pottwal Moby Dick, basiert übrigens auf einer wahren Begebenheit. -> Buchtipps: „Der Schwarm“ und „Nachrichten aus einem unbekannten Universum: Eine Zeitreise durch die Meere“ beide von Frank Schätzing.

Zurück an Land und immer noch ohne Magenbeschwerden, fuhren wir wieder nordwärts. Da das Wetter heute besser war, hielten wir unterwegs noch einmal an, um hunderte von Robben zu beobachten und fanden auch den Wasserfall, bei dem die jungen Robben herumtollen (merci Sabrina für da suuuuuuuuuuuuuuuuuuper Tipp!!!!!!), wir konnten uns kaum sattsehen. Unterwegs luden wir noch zwei Tramper auf, die, wie sich herausstellte, ihre Reise mit denselben Ländern begannen, wie wir. Sofort schwelgten wir in Erinnerungen an Nepal und Co., Dänu träumte danach sogar davon.
Freitag der 13. (unter diesem Titel gibt es übrigens auch einen extrem interessanten Film, der bei uns gerne in der Verwandtschaft weiterverschenkt oder bei Schlaflosigkeit eingelegt wird…), am Vormittag fuhren wir weiter Richtung Nelson. Nach einem kurzen Stadtrundgang besuchten wir die Brewery „Stoke by McCashin Family“ und probierten uns durch die tollen Biere. Ich war (….erstaunlicherweise….) hellbegeistert von den Cidern, wir beschränkten uns jedoch auf eine grosse PET-Flasche „Honey Lemon Cider“, die am Abend bereits leer war, so dass diese am folgenden Tag mit „Ginger Lime Cider“ nachgefüllt werden musste und wir einen Grund hatten, dort erneut einen Zwischenstopp einzulegen :-) . Kurz nach Mittag trafen wir dann in Maharau ein und genossen den Nachmittag mit Spanisch lernen (du muesch aber glich o, Mätthu :-) ) am Strand.

Bevor wir es uns in der Stoke Brewery mit Frucht-Cidern und Gebäcken auf dem Sofa gemütlich machten, fuhren wir bei schönstem Wetter mit einem Wassertaxi der Küste entlang hoch und spazierten die knapp 13 wunderschönen und sehr abwechslungsreichen Kilometer durch den Abel Tasman NP zurück nach Marahau. Am Sonntag, unserem letzten Tag auf der Südinsel, waren wir nicht so richtig motiviert, uns körperlich zu betätigen.

Unsere Energie war wohl mit dem Morgenjöggi bereits aufgebraucht. Also fuhren wir der Küste entlang Richtung Picton, wo wir am Abend die Fähre Richtung Nordinsel nahmen und fanden unterwegs ein schönes Plätzchen, wo wir die Sonne genossen und lasen.

Unseren ersten Tag auf der Nordinsel verbrachten wir im sehr interessanten und informativen Nationalmuseum „Te Papa“ in Wellington, morgen geht’s weiter Richtung Norden.

See ya
Dänu & Tinä











































Samstag, 7. April 2012

Südinsel Neuseeland Teil 1

Wie bereits geschrieben, flogen wir am 29.3. von Brisbane (Australien) nach Christchurch (Neuseeland), doch genau diese Voreile wurde uns fast zum Verhängnis. Unser Check-In am Flughafen in Brisbane zog sich bis knapp vor Boardingtime hin, da irgendetwas nicht so wollte, wie sie’s gern gehabt hätten – unser Flug stand nie in Frage, haben sie uns gesagt. Nun gut. Wir sassen im Flugzeug der Air New Zealand, erfreuten uns am spassigen Sicherheitsfilm, genossen das Nachtessen und die Filme. Um Mitternacht sind wir in Christchurch gelandet und nach dem Sicherheitscheck (Knoblauch und Honig musste abgegeben werden und unsere Schuhe wurden vom Herrn mit Latex Handschuhen gereinigt) wurden wir von Sabrina, meiner ehemaligen Schulkameradin abgeholt. Den nächsten Tag verbrachten wir in Christchurch. Seit den Erdbeben im 2010&2011 ist nichts mehr, wie es mal war. Die gesamte Innenstadt ist Sperrgebiet, wird demnächst abgerissen und wieder aufgebaut (demnächst heisst, wenn das Versicherungshickhack vorbei ist, und dies kann dauern). Am Rande der Innenstadt wird mit einer Containermall versucht, der Stadt wieder Leben einzuhauchen. Es ist wirklich sehr bedrückend, es mit eigenen Augen zu sehen, zum Teil sieht es aus wie in einem Kriegsgebiet und wie gesagt, die Innenstadt ist eine Geisterstadt. Abgesehen von dem gibt es sehr schöne, altenglische Gebäude und die Bewohner legen Entschlossenheit zu Tage. Auf dem Spaziergang von Christchurch nach Sumner konnten wir noch weiteres Unglück sehen, welches das Erdbeben gebracht hat. Die mittlerweile einzige Zufahrtsstrasse in den nahen Surferort Sumner ist von den nahen brüchigen Klippen bedroht. Teile von ihr und der darauf stehenden Häuser, fielen beim Erdbeben ab. Die Strasse wird nun von mit Schutt gefüllten Schiffcontainern gesäumt, die herabstürzendes Geröll aufhalten sollen. Die Städter (10% der Bevölkerung sind nach den Beben weggezogen) haben nun Angst nach Sumner zu fahren und die Geschäfte dort leiden sehr darunter. Den Abend verbrachten wir mit Sabrina, Sämi und 2 anderen Schweizern, die es nach Sumner zog, beim Inder in Sumner. Den nächsten, wunderschönen Tag verbrachten wir mit Aussicht von ihrem Haus geniessen, surfen mit Sämi, spazieren, joggen und nochmals Aussicht von ihrem Haus geniessen, in Sumner. Am 1.4. konnten wir dann unser Camper in der sehr freundlichen Vermietung (siehe Gegenteil in Australien Teil 1) abholen. Nach dem Einkauf mussten wir uns von Sabrina, Sämi und Sumner verabschieden. Uns hat es wirklich von Anfang an sehr gut gefallen und wir fühlten uns zu Hause, wie noch nie auf dieser Reise. Das Tagesziel hiess Banks Peninsula. Die Halbinsel, welche aus einem Vulkan entstand, liegt unterhalb von Christchurch und bietet wunderschöne Hügel, Täler und Buchten. Delfine, die sich, im zum Meer offenen, Vulkankrater ein zu Hause gemacht haben, konnten wir leider keine sehen. Die erste Nacht im Camper war richtig kalt und wir waren froh, konnten wir uns während der Fahrt aufwärmen. Bald schien aber wieder die Sonne und wir konnten uns an der abwechslungsreichen Landschaft erfreuen. Langsam stiegen aus der Ebene Hügel auf und wurden nach weiten Tälern von Bergen abgelöst, die Southern Alps kamen uns näher. In Lake Tekapo machten wir einen Halt, wanderten auf den Mount John und hatten atemberaubende Blicke über Täler, Berge und den Lake Tekapo (die Ortschaft am See heisst gleich wie der See selber – sehr einfallsreich), diese schöne Gegend erinnerte uns ans Engadin. Da oben auf dem Mount John ein grosses Sternenobservatorium ist und wir uns, dank gutem Wetter, spontan für eine Nachttour entschieden, schlugen wir unser Zelt – eh parkten wir unser Camper „Mery“ auf dem Campingplatz im Dorf. Die Nachttour war unglaublich schön. Bei exzellentem Wetter konnten wir den Mond, Saturn, Southern Cross, die südlicher Milchstrasse, fremde Galaxien und vieles mehr von nahem betrachten. Die 2h gingen um wie im Flug. Nach einer weiteren kalten Nacht gings am nächsten Tag an einem weiteren schönen See (Lake Pukaki) in den Mount Cook Nationalpark, wo wir verschiedene Wanderungen unternahmen und dabei die Bergwelt genossen. Wir bekamen zum erstem Mal so richtig „heiweh nach dä Bärge, nachem Schoggi und em Wy“ (wobei eher Käse statt Wein). Der höchste Berg im Mount Cook NP (und Neuseeland) ist, wie könnte es anders sein, der Mount Cook (3754müM) dieser wird von ca. 20 anderen 3000er umringt. Und weil es so schön ist, heisst das Bergdorf auch Mount Cook. Den Abend verbrachten wir am Rande eines Flusses, umrundet von Schafen und mit leckerem frischem Lachs auf dem Teller, welchen wir zuvor bei der Durchfahrt in einer Salmon Farm kauften.

Am 4.4. gings dann wieder zurück an die Ostküste der Südinsel. Die lange Fahrt wurde von Fossilen Besichtigungen und den Moeraki Boulders, das sind grosse Steinkugeln, die am Strand liegen, unterbrochen. Tagesziel war die Otago Peninsula, östlich von Dunedin. Auf der Halbinsel gibt es Albatrosse (die weltweit einzigen, die am Festland nisten), Gelbaugen-, Zwergpinguine, Seelöwen, Pelzrobben und andere Tiere zu beobachten. Nach ausharren bis in die Dunkelheit (die Pinguine kommen erst kurz vor Nacht an den Strand und das auch nicht immer) mussten wir uns mit dem einen Seelöwen und den Umrissen von etwa 3 Pinguinen zufrieden geben. Vom kalten Wind halb erfroren, erfreuten wir uns anschliessend an der Heizung, welche uns die Vermietung mitgab (wir dachten damals nicht an deren Gebrauch…).

Am nächsten Tag besichtigten wir Dunedin’s schottischen Stadtkern, bummelten etwas umher, sonnten uns auf der Terrasse eines Cafès und assen eine leckere Pie. Es war schon spät und die Fahrt lang. Auf dem Weg quer über die Insel, besuchten wir noch den Nugget Point und dessen Leuchtturm. Es war wieder traumhaft schönes Herbstwetter (ja Herbst im April) und nur die Sonne lachte vom Himmel. Nur der Nugget Point…, über im hing eine Nebelglocke. Auf der einen Seite des Felsen staute sich der Nebel vom Süden, schwappte über die Kante und löste sich dann auf. Die Nuggets (Felsbrocken im Wasser vor dem Felsen) blieben leider unter dem Nebel, aber der Leuchtturm schaute ein paarmal aus dem Nebel hervor. Die kurze Wanderung war sagenhaft. Dann fuhren wir Richtung Te Anau bis es dunkel war und suchten uns einen Rastplatz. Nach dem Essen gingen wir sofort ins Bett, den unser Wecker war auf 05:00 gestellt.
Bei hellem Mondschein machten wir uns auf den Weg zu den berühmten Milford Sound im Fjordland NP. Erster Stopp war Te Anau, wo die letzte (bezahlbare) Tankstelle für die nächsten 240km ist. Weil vor 07:00 war die erste Tankstelle geschlossen, die zweite hatte glücklicherweise einen Kartenautomat, nach 20min tanken und 30L mehr Inhalt (…) gings dann weiter. Der Nebel, der kurz vor Te Anau aufkam, löste sich während und nach dem Sonnenaufgang langsam auf und die sowieso abwechslungsreiche Fahrt wurde so noch schöner. Überglücklich über das schöne Wetter – das Fjordland ist mit 7000mm Niederschlag/Jahr das regenreichste Gebiet NZ’s – kamen wir im Milford Sound an. Wir waren aber nicht die ersten und um die grossen Reisegruppen zu umgehen, assen wir nur kurz etwas und begaben uns ins Bootterminal, um uns für eine Fahrt auf dem Fjord umzusehen. Bereits 10min später, um 9:00 Uhr sassen wir auf einem Katamaran und taten uns am Frühstücksbuffet gütlich – war ja im Preis inbegriffen :-) . Die fast 2 stündige Fahrt war irrsinnig schön. Aus dem Meer steigen fast senkrecht Berge empor, die Schneekuppen haben. Die Flanken sind grün bewachsen und überall stürzen sich Wasserfälle in den Fjord. Ausserdem verzogen sich während der Fahrt noch die letzten Nebelschwaden und das Sonnenlicht flutete den Fjord. Bei einem Wasserfall fuhr das Boot so nahe daran, dass die vorderen Leute eine Dusche nehmen konnten. Dieser Wasserfall fliesse anscheinend schon seit 15‘000 Jahren (ringsherum hat es nicht viel, wo das Wasser herkommen könnte). Auch diese 2h vergingen schnell. Mit gesättigtem Bauch und Augen fuhren wir gemächlich wieder aus dem Tal (gemächlich, da es steil Bergauf ging und Mery nicht mehr die jüngste ist). An verschiedenen Punkten hielten wir noch und sogen die Landschaft noch etwas in uns auf. Aber dann war fertig lustig. Nach einer 2h Wanderung zu einer Wasserscheide, von wo aus 3 Flüsse in verschiedene Ozeane im Osten, Süden und Westen fliessen und wir nochmals fantastische Ausblicke hatten, machte Mery keinen Wank mehr. Nach der Durchfahrt eines kleinen, quasi unbeleuchteten Tunnels habe ich (Dänu) das Licht vergessen auszuschalten und die Batterie war mausetot, nicht einmal die Zentralverriegelung ging. Nach einem innerlichen Schrei (ein australisches Dejà-vu überkam uns, siehe Australien Teil 1) machte ich mich, auf dem glücklicherweise gut besuchten Parkplatz, auf die Suche nach einem Auto mit Überbrückungskabel. Schnell wurden wir fündig und kurz später brummte Mery wieder. Auch der Rest der Strecke zurück nach Te Anau war einmalig schön, sicher die schönste Strecke, die wir bis jetzt gefahren sind. Ein absolutes Muss für alle Neuseelandreisende (bei schönem Wetter)! Zum Abschluss dieses perfekten Tages gab es, am Rande eines Flusses in einem Bushcamp, Rauchlachs Toast (von der Salmon Farm) mit Dill-Senf-Honig Sauce und Tomaten-Gurken-Kichererbsen-Avocado-Salat, dazu ein Neuseeländischer Riesling. Der nächste Morgen war wieder Nebel verhangen, dieser löste sich allerdings auf der schönen Fahrt nach Queenstown auf und es versprach wieder ein ausgezeichneter Tag zu werden. Was wir in Queenstown so alles unternahmen steht dann in folgenden Blog.

Bis dann…
Liebe Grüsse
Martina&Dänu